Das Departement San Marcos gilt als
eines der vom Hurrikan Stan am stärksten betroffenen in Guatemala.
Strassen, Brücken, Häuser und sonstige Infrastruktur wurden
zerstört, Hunderte von Menschen fanden in San Marcos in den
Schlamm-Massen den Tod. Die offizielle Unterstützung für
den Wiederaufbau trifft nur schleppend ein, der gesamte Wiederaufbau
ist auf allen Ebenen geprägt von Korruption und wahlpolitischen
Interessen (die Wahlen finden im September 2007 statt). |
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Da San Marcos nebst einer fruchtbaren Küstenregion
ein karges, relativ unfruchtbares Hochland hat, sehen sich viele Leute
gezwungen, mit ihren ganzen Familien als temporäre ArbeiterInnen
in die Kaffeefincas an der Küste oder im benachbarten Chiapas
zu migrieren. |
Das Movimiento de Trabajador@s
Campesin@s MTC (www.mtcguatemala.com) unterstützt die ArbeiterInnen
auf den Kaffeefincas im Departement San Marcos beim Kampf um die Einhaltung
ihre Arbeitsrechte und für eine würdevollen Lohn.
Das MTC berät und unterstützt auch die Bevölkerungen
von Sipakapa und San Miguel Ixtahuacán, beides Gemeinden im
Hochland San Marcos, beim Kampf gegen das kanadische und mit Geldern
der Weltbank finanzierte Goldminenprojekt Marlin. |
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Durch Stan wurden auch Häuser
von Mitgliedern des MTC zerstört. Im Wissen darum, dass für
den Wiederaufbau Material gebraucht wird, das entweder unter mühseligen
Zollformalitäten aus Mexiko oder aus der ca. 250 km entfernten
Hauptstadt hergebracht werden muss, hat das MTC eine Bloquera (Zementbausteinfabrik)
eröffnet. |
| Die in der Bloquera hergestellten Zementbausteine werden
für Projekte des Wiederaufbaus zu günstigeren Preisen als
im Handel verkauft. Eine soziale Preispolitik soll auch längerfristig
beibehalten werden. |

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Aktuell arbeiten in der
Bloquera ein "Spezialist", der die Maschine bedient und
dafür entlöhnt wird, sowie im Turnus jeweils 3-4 Mitglieder
des MTC. Um innerhalb der Organisation keine Missgunst zu wecken,
weil einige Mitglieder organisationsintern Arbeit haben und andere
nicht, wurde gemeinsam entschieden, den Erlös aus der Bloquera
vorerst einmal in die Organisationskasse fliessen zu lassen, für
politische Aktivitäten und zur Deckung von Strukturkosten. |
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| Längerfristig ist es das Ziel
des MTC, weitere Bloqueras und andere Einkommen generierende Projekte
zu starten, um den Mitgliedern der Organisation eine Alternative
zur Migration anbieten zu können. |
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