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La Bloquera Fotogalerie  

La Bloquera San Marcos, Guatemala Oktober 2005

Das Departement San Marcos gilt als eines der vom Hurrikan Stan am stärksten betroffenen in Guatemala. Strassen, Brücken, Häuser und sonstige Infrastruktur wurden zerstört, Hunderte von Menschen fanden in San Marcos in den Schlamm-Massen den Tod. Die offizielle Unterstützung für den Wiederaufbau trifft nur schleppend ein, der gesamte Wiederaufbau ist auf allen Ebenen geprägt von Korruption und wahlpolitischen Interessen (die Wahlen finden im September 2007 statt).

Da San Marcos nebst einer fruchtbaren Küstenregion ein karges, relativ unfruchtbares Hochland hat, sehen sich viele Leute gezwungen, mit ihren ganzen Familien als temporäre ArbeiterInnen in die Kaffeefincas an der Küste oder im benachbarten Chiapas zu migrieren.
Das Movimiento de Trabajador@s Campesin@s MTC (www.mtcguatemala.com) unterstützt die ArbeiterInnen auf den Kaffeefincas im Departement San Marcos beim Kampf um die Einhaltung ihre Arbeitsrechte und für eine würdevollen Lohn.
Das MTC berät und unterstützt auch die Bevölkerungen von Sipakapa und San Miguel Ixtahuacán, beides Gemeinden im Hochland San Marcos, beim Kampf gegen das kanadische und mit Geldern der Weltbank finanzierte Goldminenprojekt Marlin.
Durch Stan wurden auch Häuser von Mitgliedern des MTC zerstört. Im Wissen darum, dass für den Wiederaufbau Material gebraucht wird, das entweder unter mühseligen Zollformalitäten aus Mexiko oder aus der ca. 250 km entfernten Hauptstadt hergebracht werden muss, hat das MTC eine Bloquera (Zementbausteinfabrik) eröffnet.
Die in der Bloquera hergestellten Zementbausteine werden für Projekte des Wiederaufbaus zu günstigeren Preisen als im Handel verkauft. Eine soziale Preispolitik soll auch längerfristig beibehalten werden.

Aktuell arbeiten in der Bloquera ein "Spezialist", der die Maschine bedient und dafür entlöhnt wird, sowie im Turnus jeweils 3-4 Mitglieder des MTC. Um innerhalb der Organisation keine Missgunst zu wecken, weil einige Mitglieder organisationsintern Arbeit haben und andere nicht, wurde gemeinsam entschieden, den Erlös aus der Bloquera vorerst einmal in die Organisationskasse fliessen zu lassen, für politische Aktivitäten und zur Deckung von Strukturkosten.

Längerfristig ist es das Ziel des MTC, weitere Bloqueras und andere Einkommen generierende Projekte zu starten, um den Mitgliedern der Organisation eine Alternative zur Migration anbieten zu können.